In Warteposition
"+ + +  . . .  im Kreislauf der Natur  + + +"


Jahres-Zeiten-Wende - Herbst-Gedanken - es wiederholt sich alles und heute sind meine Gedanken und die Geschehnisse ähnlich denen, die wir in den letzten Jahren erleben konnten. Damals schrieb ich auf der alten HomePage meinen Gedankenaustausch mit anderen im www zu diesem Thema schon einmal nieder - allerdings mit einer verblüffenden Lösung (die nur für das Jahr 2004 diese besondere Gültigkeit besass), lest selbst:

Im Forum Alpenschamanismus ->Foren-Übersicht -> Visionen schrieb ich am: So 19. Sep 2004 21:02
Titel:
In Warteposition

Was passiert in meinem Leben noch:

   I R G E N D    E T W A S    wartet in mir und ich weiss nicht    A U F    W A S !   

Kennt ihr das auch?
Alles was seit geraumer Zeit auf dieser Erde geschieht, passiert sehr schnell, rasende Veränderungen überall, kein Durchblick mehr, alles ist irgendwie so undurchsichtig und unklar (Politik, Soziales, Kultur etc.).
Es ist schwierig das so richtig in Worte zu fassen, was ich meine.

Was tut ihr dagegen, wenn ihr in dieser Situation seid? Ich meine übrigens nicht Hilflosigkeit dem Leben gegenüber oder so, sondern einfach dieses blöde Gefühl von warten auf ....

Dieses Gefühl kenne ich bereits aus verschiedenen Lebensphasen. Auch jetzt durchzieht es wieder meine Realität und auch die Träume.
Warten worauf....?
Dass sich in der Welt, im Universum Veränderungen zeigen?
Oder nur im Alltag?
Hier, zuhause oder im Balkan, Brasilien, in China, Chile, Israel, Irak, Spanien, Sudan etc.?
In unser aller Umfeld?
In der Familie....?

Ich habe erfahren bei diesen Gelegenheiten, in dieser wartenden Position, wie gut es tut, immer mit dem Nächstliegenden, den eigenen Möglichkeiten zu beginnen und jetzt ist dies dran:

"Eingebettet, behütet im Kreislauf der Natur"
Es ist ein wundervolles Gefühl
bei der Gartenarbeit
in der warmen Mittagssonne
"sich zu erden".

Abschließend zum Gartenjahr
muß alles hergerichtet werden
und während der Körper hart schafft,
schweift der Geist umher,
sieht alles, nimmt alles wahr:

Die fleißigen Weberinnen,
die ihre Fäden silbrig spinnen,
in denen in der Morgenfrühe
die Tautropfen eingefangen
sich in den
- durch Nebelfetzen durchkämpfenden -
Sonnenstrahlen
funkelnd dem Auge darbieten.

Die gemächlich schwebenden,
leise herabfallenden Blätter,
wunderschön in ihren satten Herbstfarben -
wie ein sich täglich steigerndes explodierendes
Feuerwerk der Natur vor dem Winterschlaf.

Und wenn sich in die Gedanken
trübsinnige Erinnerungen
an vergangene dunkle, kalte Wintertage
- jetzt wieder unausweichlich bevorstehend -
einschleichen wollen,
fällt mein Blick
auf die prallgrünen Knospen des weißen Flieders,
die kleinen grünen Schwänzchen der Haselnuss
und ich bin ganz still - zufrieden - hoffnungsvoll -
im Kreislauf der Natur - wartend.
La Loba - die grauschnäuzige Wölfin

... auch hier wartend, auf was ...?
_________________

~ La Que Sabé - über den Knochen den Canto Hondo sing ~
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MAJUN schrieb dazu Mo 20. Sep 2004 12:06
liebe laloba,
du sprichst mir aus dem herzen, ich fühl das auch ganz ganz stark und weiß oft auch nicht mehr ein noch aus, was ich tun soll, ob ich was tun soll - manchmal erscheint mir alles wie ein video im schnelldurchlauf, so daß man gar nicht dazu kommt, das erlebte zu verarbeiten, weil schon wieder neues auf mich einstürzt. hab erst heute mit jemandem aus einem anderen forum darüber gemailt, und er meinte dazu: "ja, das kenn ich, und wenn die sintflut an meine tür klopfen würde, würd ich sie auch noch reinlassen!"

mir hilft es dann, wenn ich mich an den fluß setze, dem gurgeln und gluckern zuhöre, und mich ganz scharf auf einen stein mit moos oder auf das wasser konzentriere, und meine vielen emotionen und gedanken einfach fließen lasse, der fluß nimmt sie mit.
manchmal, wenn mir alles zu viel wird, schreibe ich die härtesten brocken auf einen zettel, reiße ihn in kleine stücke und übergebe sie nach und nach dem fluß, das sieht dann immer aus, als würde ich weiße rosenblüten streuen, die der fluß mitnimmt.
ich hab heute am fluß schon lange nachgedacht darüber, daß das leben so ist, wie man es sieht. das heißt, es kommt immer drauf an, worauf ich mich konzentriere. ich kann am fluß sitzen und mich auf einen stein konzentrieren, der von wasser umspült wird, und kann ganz in diesem stein leben, wie er fühlen, wie er denken, und einfach STEIN SEIN.
oder ich kann auch so viele gedanken im kopf haben, daß ich den fluß gar nicht mehr sehe. es kommt immer drauf an, was ich eben bewußt mache.

aber natürlich kann ich mich nicht mein leben lang auf einen stein konzentrieren, nur um von all den anderen dingen verschont zu bleiben.
haha ich glaube wir warten auf die zeit, die uns der maya-kalender voraussagt: 2012.
da haben wir noch eine weile zu warten. andere merken das gar nicht, weil sie nicht spirituell leben, weil sie in ihre arbeit versunken sind, weil sie sich verstecken oder aus vielen anderen gründen. aber wir sind eben die, die das alles spüren, die veränderung, die feinstofflichen dinge. wir spüren den unterschied so stark, daß es uns beeinflußt im alltag.

da heißt`s fest zusammenhalten, nicht aufgeben, durchhalten, mutig sein, stark sein.
gemeinsam schaffen wir das bestimmt. und es wird sich bestimmt lohnen.
auch wenn`s ganz anders kommt als wir vielleicht denken...

HOFFNUNG NICHT AUFGEBEN

alles liebe, MAJUN
_________________
wir weben-wir weben, wir spinnen das leben, vertrau auf das leben - dann können wir geben!
die drei nornen.

Baer schrieb dazu am So 26. Sep 2004 12:54 Titel: Re: In Warteposition

>LaLoba hat folgendes geschrieben:
>>>Was tut ihr dagegen, wenn ihr in dieser Situation seid? Ich meine übrigens nicht Hilflosigkeit dem Leben gegenüber oder so, sondern einfach dieses blöde Gefühl von warten auf ....

In meinem Fall ist es Vertrauen und Loslassen, nichts dagegen sondern etwas dafür zu tun.

Das Warten muss kein Warten sein, man kann es für Besinnung verwenden, für bewußte Betrachtung der Dinge, die geschehen. Dafür, sich nicht von einer Entwicklung fortspülen zu lassen, sondern sie bewusst und in sich nachzuvollziehen, den Weg mit ganzer Seele mitzugehen.

Dann wartest Du nicht mehr, sondern Du gehst den Weg.
_________________
Licht und Liebe Mögen alle Wesen glücklich sein

Am So 26. Sep 2004 15:55 schrieb ich dazu unter dem Titel: ...dieses ahnende Gefühl

Als ich hier zu Beginn meinen noch vagen Gefühlen Worte verlieh, ahnte ich noch nicht, wie nah ich mal wieder am Zeitgeist war:

Majun schreibt:

>>>liebe laloba,
du sprichst mir aus dem herzen, ich fühl das auch ganz ganz stark und weiß oft auch nicht mehr ein noch aus, was ich tun soll, ob ich was tun soll- manchmal erscheint mir alles wie ein video im schnelldurchlauf, so daß man gar nicht dazu kommt, das erlebte zu verarbeiten, weil schon wieder neues auf mich einstürzt. hab erst heute mit jemandem aus einem anderen forum darüber gemailt, und er meinte dazu:"ja, das kenn ich, und wenn die sintflut an meine tür klopfen würde, würd ich sie auch noch reinlassen!"
...
ich glaube wir warten auf die zeit, die uns der maya-kalender voraussagt: 2012.
da haben wir noch eien weile zu warten. andere merken das gar nicht, weil sie nicht spirituell leben, weil sie in ihre arbeit versunken sind, weil sie sich verstecken oder aus vielen anderen gründen. aber wir sind eben die, die das alles spüren, die veränderung, die feinstofflichen dinge. wir spüren den unterschied so stark, daß es uns beeinflußt im alltag.


und wenn Baer schreibt

>>>Das Warten muss kein Warten sein, man kann es für Besinnung verwenden, für bewußte Betrachtung der Dinge, die geschehen. Dafür, sich nicht von einer Entwicklung fortspülen zu lassen, sondern sie bewusst und in sich nachzuvollziehen, den Weg mit ganzer Seele mitzugehen.

zeigt es mir, wie andere mit diesen "Ahnungen" beschäftigt sind und für sich interpretieren.
Dass es kein Einzelfall ist, dazu füge ich noch ein paar Rückmeldungen aus anderen Community's ein, die mich zum Thema (auch in meinem Forum und per Mail) erreichten:

>>>Hi Lobi ,
ich kann dir nur zustimmen : alles schreit förmlich nach Veränderung . Wohin man schaut . Auch ich spüre das ganz deutlich . Und bringe deshalb meinen " Kram " in Ordnung . Erdung . Wichtig .
Das spontan dazu von A.
P.S.
Schaun wir mal , was sich da auf den verschiedensten Ebenen demnächst tun wird .
...
...
Hm, Lobi. Du nun wieder. Sprichst Dinge aus, die andere nicht einmal fühlen. Wir hier vielleicht, da wir ohnehin "fühliger" sind. Aber sonst?
Warten also. Ich glaube, ich kenne es, nenne es aber anders. Bei mir heißt es Niemandsland. Ein Streifen zwischen zwei geordneten Daseinszuständen. Alles klar, keine Fragen dort - nur Fragen und nicht richtig klar hier. Ich bin gerade mittendrin, ich merke es ...an meiner Berührbarkeit, an meinem Denken.
Irgendetwas entblättert sich da gerade, hinterläßt Kahlheit. Wie jetzt der Herbst, ...Es ist auch nicht so, dass ich schlecht gelaunt wäre. ... aber ich tue mir Gutes.
Und sonst? Unbekannt. Was auch immer er sein wird. Vielleicht werden wir auch nur älter und mürber, sehen tiefer?
.....
....
Liebe La Loba,
Du hast ziemlich gut in Worte gefasst, was auch in mir gerade los ist.
Wohin ich schaue ist was los. Und es geht so schnell, so irre schnell. Und scheint nicht aufzuhören. Und es geht immer schneller. Das macht mir manchmal richtig Angst, die Geschwindigkeit. Wie soll man sich da auf etwas einstellen? Bis ich das geschafft habe, ist es schon wieder weg.
Bei mir im Leben ändert sich so viel, ich ändere mich so sehr. ...
Ich fühle mich nicht hilflos, nur weiß ich nicht, was als nächstes kommt. Aber es kommt was, das Gefühl werde ich nicht los.
Dieses Ziehen im Bauch, dieses Kribbeln in den Beinen, ich weiß aber noch nicht warum.
Vielleicht finden wir es bald raus, worauf wir warten, was passieren wird.
Was ich tue? Warten, ...meine Sachen möglichst in Ordnung bringen, damit das dann geregelt ist und mich nicht auch noch beschäftigt. Ich beobachte...Und ich hoffe auf Klarheit.
Am liebsten würde ich riesen Vorräte für die Katzen und uns anlegen, so reagiere ich immer wenn was in der Luft leigt. Vorräte bedeute für mich Sicherheit, das habe ich sicher von meinem Vater, der es noch aus dem Krieg kennt. Hätte ich Platz und Geld, hätte ich jede Menge Vorräte in Zeiten wie jetzt. Dann könnte ich entspannter warten.
...Es ist sehr viel im Moment und manchmal möchte ich davon nichts mehr wissen, keine Nachrichten mehr. Ein gutes Buch, eine Tasse Tee, die Katzen und gut.
Aber eigentlich können wir nur warten glaube ich.
Liebe Grüße
S.
...
...
Liebe La Loba,
Deine Empfindungen sind nicht falsch, es tut sich was und das rasend schnell.
...und die meisten wissen nicht, was es ist.
Man spürt aber auch, das viele Menschen bereit sind, etwas zu ändern und zu verändern. Es ist eine Unruhe, die man nicht erklären kann. Ich denke, es liegt an den erhöhten Schwingungen, in denen wir uns befinden, deshalb auch die Schnelligkeit der Ereignisse.
Aber Du als "alte" Wölfin weisst natürlich, was zu tun ist: Wachsam sein und sich bereit halten. Viele von uns wissen ja, dass was passieren wird (positiv) und trotzdem ist es ein Phänomen, zu sehen, wie schnell alles geht.
Liebe Grüsse
L.
...
...

Dazu sehe ich aber zweierlei Veränderungen:
Einmal die sich erahnenden und kommenden Veränderungen, die Majun ja auch anspricht mit dem Hinweis auf den Maya-Kalender und zum anderen die jahreszeitlichen Veränderungen.
Wie schreibt shaman-ca so schön in ihrem Thread an Bär

>>>Das Licht wird dünn um diese Jahreszeit. Nicht nur das Licht, sondern auch die Schleier zwischen den Welten. Es flüstert, es geht hin und her, es trägt etwas hin und her...

Diesem Ahnen und Erspüren bin ich mal wieder auf der Spur und dieses Mal ist es besonders stark "fühlbar" und ich bin gespannt, wie es sich uns zeigt, - erwartend - aber nicht hilflos - inzwischen die Warte-Zeit sinnvoll ausfüllend.
Besinnliche Sonntagsgrüsse
~wölfin~
_________________
~ La Que Sabé - über den Knochen den Canto Hondo sing ~

>>>Es flüstert, es geht hin und her, es trägt etwas hin und her...: Die aktuelle Antwort für mich kenne ich jetzt:
La Loba wird wieder Oma *freu* (Stand Herbst 2004)

Abgesehen von dem damaligen Oma-werden, ist es heutzutage wieder so, das Gefühl auf etwas zu warten
- nicht nur jahreszeitlich bedingt - da die Natur sich zurück zieht in die Winterruhe um wieder Kraft zu schöpfen, Neues für das Frühjahr vorzubereiten,
nein, auch anders, wie damals, das Gefühl, es passiert so viel, alles so rasend schnell - wie lässt sich das alles einordnen - worauf warten wir? Wir werden sehen!


~ ~ ~

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