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Als ich es wagte
Der Wolf
gab mir die Stärke zu wagen
einen Schritt vorwärts zu gehen
meinen Schrei hören zu lassen
Er war meine Stärke
und mein Mut
Er war getrennt von mir
Er war mein Spirit...
Autor: Camilla M. Drakenborg,elfwood
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Vor einigen Jahren fand ich Anschluß zum Arbeitskreis im Frauenforum am Wohnort und initiierte hier "Hilfe zur Selbsthilfe". Einige umwälzende Ereignisse meines bisherigen Lebens wurden bekannt und frau bat mich, darüber zu berichten:
Ich bin eine "Universal Reactor", d.h. chemikaliengeschädigt,
Chemikaliensensibel wahrscheinlich schon länger als bisher angenommen, Recherche ergab erste Belastungen durch intensiven Salmiakgeist-Kontakt in der Lichtpauserei im Ausbildungsbetrieb, permanent täglich über 2 Jahre.
Weitere wurden bekannt 1984: Anamnese und Testungen Klinische Ökologie, bei Dr. Runow, IfU Bad Emstal, später nochmal bei Dr. Friedrichsen - damals Inzell.
Toxine: Parfüm und die darin verwendeten synthetischen Duftstoffe -Moschusverbindungen-, (während es mir nichts ausmacht, an meinen Duftrosen im Garten zu riechen).
Salmiakgeist: Kreislauf, Stimmbänder, Kehlkopf, Bronchien;
Amalgam: verschiedenste Symptome, Mercurialismus: Kopfschmerzen, Haarausfall, nächtlicher Speichfluß (Entfernung und mehrere homöopathische Ausleitungen, Kieferbehandlung steht noch an); Autoabgase = Benzol; Lösungsmittel = Büromaterialien (Tipp-Ex, Filzschreiber, Text-Marker, Kohlepapier, Durchschreibe-Papiere, Druckerschwärze, Toner); Desinfektionsmittel = Ethanol, Formaldehyd, Phenol; Holzschutzmittel = Lindan, PCP u.a. (Xylademon, Xyladecor);
Medikamente = sowohl Wirk- (ASS,Paracetamol), als auch Zusatz- und Konservierungsstoffe (Sulfite, Parabene) und einige andere
(Psychopharmaka = u.a. Alival - s.Fernsehsendung Monitor: Gesucht wird.... eine Todesursache - ich hatte Glück - ) dazu noch Fungizide, Herbizide = Maisanbau, Pestizide = Obst- und Weinanbau, Wachstumshemmer = Cyolhalm, Chlormequat (Verwendung im Getreideanbau und bei Lagerung von Feldfrüchten -Kartoffel-).
Es entwickelte sich dadurch bedingt das Krankheitsbild multipler Allergien mit Betroffenheit der oberen und unteren Luftwege, Magen- und Darmsymptomatik, Muskeln und Gelenke, Lymph- system, Haut, Herz und Kreislauf und im weiteren Verlauf jetzt noch eine Toxische Polyneuropathie.
Intoxikationsort: Ursächlich - wer weiß das jetzt noch? Es hätte jeder Bereich sein können, Risiken gab es sowohl am Arbeitsplatz, im Wohnumfeld, durch die frühere Ernährung, ärztl. Behandlungen,

als auch bei meinem früheren Hobby (Bleiverglasung und Tiffany-Art).


Diese Bereiche geben jeder für sich alleine eine abendfüllende Schilderung - vielleicht mal demnächst oder wer diesbezüglichen Rat braucht -
per Mail: LaLoba dot Wolfshoehle at gmx dot de.
Gesundheitliche Schädigungen: Allgemeine Infektanfälligkeit. Ich war asthmakrank. Ab und zu plagen mich allergische Konjunktivitis, Rhinitis, Gehör; Neurodermitis (endogenes Ekzem); Nahrungsmittelallergien, Allergische Arthritiden (Gelenkbeschwerden), sowohl Sofort-Reaktionen vom Typ I und Typ-I-Reaktionen mit verzögerter Wirkung, als auch Reaktionen vom klassischen Spättyp auf viele alltägliche ganz normale Stoffe, sowie die zuvor erwähnten, heutzutage gängigen Chemikalien und sogar auf Medikamente, also P A R (pseudo-allergische Reaktionen), ab und zu die ganze Candida-Symptomatik rauf und runter. Lymphsystem, Kreislauf, Herz, Darm, Muskeln, Gelenke. Parfümallergie. Seit Nov.1999 gibt es dann noch die schulmedizinisch gesicherte Diagnose „Toxische Polyneuropathie" durch Amalgam und Holzschutzmittelbelastung (ich hab das Gift bei unserem Eigenheimbau selbst verstrichen).
Anzahl der medizinischen Befunde:
Irgendwann hörte ich auf, sie zu zählen Schwerbehindert zu: 60 %
MCS anerkannt: behandelnder Arzt am Wohnort unterschrieb und stempelte den MCS-Ausweis der MCS-SH-Gruppe.
Keine weiteren Anträge gestellt (seit 1992 seitens BfA Erwerbsunfähigsrente bewilligt bei vorangegangener Klage meinerseits zuletzt vor dem Landes-Sozialgericht Essen, rückwirkend auf 1988 (Rentenantragstellung).

Symptome heute bei Chemikalienkontakt: Kreislaufbeschwerden, versagende Stimmbänder, Kehlkopf; Bronchitiden; Mercurialismus: Kopfschmerzen, Haarausfall, nächtlicher Speichfluß. Es entwickelte sich ein Krankheitsbild multipler Allergien mit Betroffenheit der oberen und unteren Luftwege, Magen- und Darmsymptomatik, Muskeln und Gelenke, Lymphsystem, Haut, Herz und Kreislauf. Toxische Polyneuropathie.
Auf diese Chemikalien reagiere ich heute am schlimmsten: Salmiakgeist, Parfüm, Amalgam, Autoabgase = Benzol; Lösungsmittel = Büromaterialien (Tipp-Ex, Filzschreiber, Text-Marker, Kohlepapier, Durchschreibe-Papiere, Druckerschwärze, Toner; Desinfektionsmittel = Ethanol, Formaldehyd, Phenol; Holzschutzmittel = Lindan, PCP u.a. (Xylademon, Xyladecor); Medikamente = sowohl Wirk- (ASS,Paracetamol), als auch Zusatz- und Konservierungsstoffe (Sulfite, Parabene) und einige andere (Psychopharmaka = u.a. Alival -s.Fernsehsendung Monitor: Gesucht wird.... eine Todesursache - ich hatte Glück-) und auch Fungizide, Herbizide = Maisanbau, Pestizide = Obst- und Weinanbau, Wachstumshemmer = Cyolhalm, Chlormequat (Verwendung im Getreideanbau und bei Lagerung von Feldfrüchten -Kartoffel-).
Was hat gesundheitlich am besten geholfen: Vermeidung der erkannten Risiken.
Ganzheitliches Denken und Handeln:
Am 1.2.94 hatte ich Gelegenheit, den AVE Allergieverein in Europa e.V. beim Frauenforum Overath mit einem Referat vorzustellen. Zurückblickend kann ich sagen, daß das Thema dieses Abends "Allergien": -Ganzheitliches Denken und Handeln- für mich zur Lebensnotwendigkeit wurde, um überhaupt bestehen zu können.
Irgendwann in den letzten Jahren zog ich Bilanz und wußte, daß es wie bisher nicht weitergehen konnte. Schulmedizinisch "austherapiert", gab es nur noch diese ganzheitliche Richtung, die meiner jetzigen Erfahrung nach für mich die einzig erfolgversprechende ist. Wege dorthin gibt es viele.
Ich selbst mußte mehrere Schritte und Wege kombinieren. Ich fand viele Möglichkeiten, viele Verfahren. Ich informierte mich, lernte andere Menschen und Ansichten, andere Therapieformen, andere Anschauungsweisen kennen. Ich sondierte und probierte, begann mein Leben umzukrempeln: Änderte mein Wohnumfeld, meine Ernährung, meine Lebensweise, die Therapien.
Um manche verordnete Therapie mußte und muß ich auch heute noch zwecks Gewährung (Erstattung gab es nur früher) durch die Krankenkasse hart kämpfen.
Vieles was geholfen hat bzw. auch heute noch hilft, mein Leben etwas erträglicher zu gestalten (sei es mein Umfeld oder Medikation) ist nur durch privaten finanziellen Einsatz zu realisieren - d.h. ich mache jeden Monat eine Zwangsspende an die Krankenkasse.
Vorstehende Ausführungen sind nur als Überblick zu betrachten, als Möglichkeiten ganzheitlicher Therapien - als Denkanstöße. Frau/Mann müssen sich ihren ganz persönlichen Weg suchen, oft ist es auch erst eine Kombination aus mehreren Therapien, die den Erfolg bringt. Ganzheitliche Erfahrungsheilkunde lehrt auch, daß nicht jeder Behandler jedem Patienten helfen kann. Heilen müssen wir uns selbst.
Ärzte, die verschiedensten Therapeuten und Heilpraktiker geben Hilfestellung und stellen das nötige Rüstzeug für unseren "Inneren Arzt" zur Verfügung.

Trotz der, wie vorgeschildert, sich entwickelten toxischen Polyneuropathie - oder gerade dadurch prädistiniert für diese Selbsthilfearbeit, bin ich wieder - allerdings in ganz bestimmten Grenzen, aktiv.
Es ist ein sehr gutes Gefühl, noch etwas in Bewegung zu setzen, wenn auch die eigenen gesundheitlichen Belastungen oft geradezu "bremsende" Funktion haben.

Ein Autoren-Fernstudium vermittelte mir das nötige Know-how und seitdem schreibe ich den einen oder anderen Beitrag zum Thema, so auch in dem Vereinsorgan des AVE (Allergieverein in Europa e.V.) der Zeitschrift "Umwelt & Gesundheit" und für die Selbsthilfegruppe MCS (Multiple Chemical Sensitivity), die ich beide auch in Form von schriftlichen und telefonischen Beratungen und Versendung von Info-Material unterstütze. Ferner halte ich deutschsprachigen Kontakt zu Selbsthilfegruppen in Australien, Schweden und USA.

In der 1986 am Wohnort gegründeten Selbsthilfegruppe betreute ich zuletzt über 250 Mitglieder. Mit und mit ziehe ich mich aus dieser Arbeit zurück und überlasse die Aktivitäten Jüngeren.
Eine reduzierte Lebensqualität mit vielen Einschränkungen (nach Haussanierung besser) bestimmt auch heute noch meinen Alltag:
- Reisen mit Flugzeug, Bus, Bahn sind zum Roulette geworden; selbst eine einfache Autofahrt kann/muß aber nicht problematisch sein,
- stark eingeschränkte Aktivitäten außerhalb des Hauses, das beginnt im Garten, wenn in der Nachbarschaft mit "Pflanzenschutzmittel"gespritzt oder Farbe gestrichen wird.
- Im Haus verbessern mir ausgeklügelte baubiologische Maßnahmen sowie Luftreiniger, Spezial-Staubsauger (Rainbow), Wasserfilter u.a. die Lebensqualität.
- Seit 15 Jahren gibt es für mich keinerlei Fertigprodukte mehr. Ich koche mit Einzelzutaten, wie zu Großmutter's Zeiten, mahle das Getreide, backe mein Brot, bereite Joghurt selbst zu, aus Sojabohnen stelle ich Sojamilch und Tofu her und mache noch vieles andere mehr zur gesünderen, unbelasteten Ernährung. Meine Tipps und Erfahrungen werden demnächst auch hier zu finden sein.
- Meine Ausbildung zur Heilprakterin habe ich vor dem Abschluß und ohne Ablegung der Zulassungsüberprüfung abgebrochen, da mir klar wurde, daß ich diesen Beruf nie werde ausüben können. Ich führe jedoch diese Studien im privaten Rahmen für den ganz privaten Bereich fort und habe auch dadurch eine bessere Lebensqualität gefunden.

Hobbies:
Meine fünf Enkel, mein Garten, lesen, Musik, schreiben, Computing (allerdings z.T. nur eingeschränkt realisierbar, je nach Befindlichkeit)

Leitspruch:
Ich bin der schöpferische Meister meiner Welt (Price)