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Schon früh gesundheitlich stark beeinträchtigt (zeitweise im Rollstuhl) gab es nur den "Schonberuf Büro", den ich bis zur Geburt der ersten Tochter und nach der Kinderpause bis zur Schwerbehinderten-Erwerbsunfähigkeits-Berentung mit 48 Jahren ausübte und der sich im Nachhinein gesehen auf meine Gesundheit überhaupt nicht "schonend" erwies.
Es verwundert deshalb auch sicherlich nicht, wenn ich heutzutage zurückblickend mir die Bemerkung erlaube und sage: Glücklich war ich damit nie - tief im Innern suchte ich nach Inhalten in meinem Leben, die mehr Erfüllung und Befriedigung versprachen.

Dazu gehören neben den musischen auch einige andere handwerkliche Fähigkeiten und meine gärtnerischen Ambitionen, denen ich je nach Gesundheitsstatus und Wetterbedingungen fröne; über deren Ergebnisse ich auf meiner HomePage berichte - und die zum Teil auf der Kräutersite und bei diversen Fotogalerien ihren Niederschlag finden.

Schon immer war ich von Kirchenfenstern in Kathedralen und alten Kirchen stark fasziniert.
Bei einem Besuch in Moskau benutzte ich auch die dortige Metro und hatte dabei die Gelegenheit, den Metro-Bahnhof Kiewskaja zu besichtigen: eine Kunsthalle pur und die Erkenntnis traf mich wie ein Blitz: "Das ist es! Das will ich machen!". Ich erlernte die entsprechende Technik und fand einen Lehrer, der mich in die Feinheiten und Möglichkeiten der Glasbildkunst einwies - bis das Schicksal erneut zuschlug und MCS diagnostiziert wurde.

Trotzdem gab ich nicht auf. Ich absolvierte einen Autoren-Fernlehrgang und arbeite heute viel am PC, die eigene Homepage autodidaktisch gestaltend und als schriftstellerische Plattform für Sachberichte für die Selbsthilfegruppe, für Satiren, Kurzgeschichten, Prosa nutzend.

Hier sind einige meiner Werke aus der Schaffensperiode meiner künstlerischen Ambitionen - die der Glasbildkunst (Bleiruten- und Tiffany-Technik) - die ich leider wegen der riskanten Materialien (Glas-Schleifstäube, Hautkontakt mit den Bleiruten, giftige Dämpfe beim Löten) beenden musste. Meine kreative Alternative fand ich dann - wie schon erwähnt - textgestalterisch und schriftstellerisch auf meiner eigenen Homepage, der "
Wolfshöhle"; unter dem weiteren Begriff "Hilfe zur Selbsthilfe". Da ist zu lesen, wie ich auch diese Kunst vervollkommne, trotz der eigenen Erkrankung ein lebenswertes Dasein zu gestalten.

Immer noch schleicht sich Wehmut in meine Gedanken, wenn ich in diesen Vor - M C S - Zeitabschnitt meines Lebens zurückschweife und deshalb und nicht zuletzt auch angeregt von MoonMcNeills Initiative "Künstler mit MCS" zeige ich hier Fotos meiner Glasbilder:

Möwe Jonathan
Möwe Jonathan 30 x 40 cm

Möwe Jonathan
Und so flog sie aus, die Welt hinter dem Horizont zu erkunden,
um Weisheit zu erlangen...

Mein allererstes Glasbild in reiner Bleiruten-Technik mit verschiedenen Glassorten: Für Möwe und Wolken nahm ich Opalescenzglas, den Himmel gestaltete ich mit Kathedral- und Umrandung, Sonne, die grünen Felder und die Wogen des Meeres mit Antikglas.
Die Perspektiven-Verzerrung des Fotos (vor einer weissen Wand als Hintergrund) entstand durch den gewählten Aufnahmewinkel der Kamera. Das gespiegelte Blitzlicht gab diesen besonderen Hinweis auf die Sonnenstrahlen.
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Zu Anfang stand meistens eher die rein handwerkliche Kreativität, etwas später dann übergehend in die künstlerische Phase vom Moment des Aufkeimens der Idee, über die ersten Bild-Entwürfe bis hin zur mehrfach immer aufs Neue abgeänderten fertigen Vorlage.
Selbst dann noch, beim Ausarbeiten der Schnitt-Schablonen für die Einzelteile, gab es öfters noch Korrekturen - einfach durch das doch so starre und spröde Material "Glas" bedingt.
Diese Grenzen zu überwinden, oft schon erreichbar lediglich durch ganz gezieltes Ändern der Schnittlinien und diese dann harmonisch einzufügen in die Erscheinung des Bildes - ohne eine zu grosse Verfremdung des Gesamteindrucks, dass war für mich Herausforderung, so faszinierend, ob die Lösung meinen ursprünglichen Vorstellungen gemäss wieder gelingen würde?
      - manchmal richtig spannend -





     Den Klapperstorch fertigte ich zur Geburt des ersten Enkels Olivier. Das Bild, fotografiert vor nachtdunklem Fenster, hängt im ehemaligen Kinderzimmer meiner jüngsten Tochter -jetzt das Fernsehzimmer- und wenn Enkel zu Besuch sind, ist es eben wieder Kinderzimmer.
Bei der Bildgestaltung verwendete ich eine Kombination, d. h. während ich die einzelnen Elemente in Tiffany-Technik gestaltete, verwendete ich für die Umrandung ein U-Profil der Bleiruten-Technik.

Klapperstorch
Klapperstorch Ø 28 cm
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Rote Tulpen
Rote Tulpen Ø 17 cm  

     Die Tulpen hängen im Treppenhaus-
Fenster dessen strukturiertes Glas und die Farbe des durchschimmernden Grüns des Vorgartens den speziellen Kontrast be-
wirken.
Gestaltet in reiner Tiffany-Technik verwendete ich bei diesem Bild für die Blüten rotes Industrieglas und das passende Grün der Blätter fand ich wiederum beim Opalescenzglas. In die Zwischenfelder kam hellrauchiges Antikglas. Die Rundung des Randes erreichte ich durch die fliessende Verlötung einer rundherum mittig verklebten Kupferfolie.

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     Auch der Spiegel unten ist gestaltet in reiner Tiffany-Technik. Ausser normalem Spiegelglas verwendete ich wiederum das zur Stilrichtung Art-Deco - Jugendstil- passende Opalescenzglas. Um nicht durch ein Selbstbildnis mit Kamera vom Spiegel abzulenken,wählte ich hier einen etwas seitlichen Aufnahmewinkel, dadurch ist die Holzmaserung der sich gegenüber befindenden Zimmertür zu sehen.

Spiegel
    Spiegel 34 x 44 cm
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Nach der Möwe Jonathan (mein Einstieg und auch mein erster eigener Entwurf) arbeitete ich anfangs zur Übung viel nach fertigen Vorlagen; etwas später dann nur für mich - meine Ideen, meine Möglichkeiten mit dem Medium Glas auslotend, für mich selbst erfahrbar machend -
und so erfuhr ich ganz nebenbei Einiges über mich selbst und etwas mehr darüber was es heisst, konzentriert mit ruhiger Hand, ohne Hektik zu arbeiten und mit Beharrlichkeit Mittel und Wege zu finden, das selbst gesetzte Ziel zu erreichen: "Der Weg ist das Ziel".

 Ferdinand
Ferdinand Ø 30 cm

 Feuerwehr
Feuerwehr Ø 32 cm

 
Baum Ø 30 cm
   Stier "Ferdinand" ist ein "Horoskop"-Bild. Ich fertigte es zum Geburtstag meiner Freundin. So wie der Stier mit massivem Schädel, gewölbtem Nacken, breit ausladender Brust und fest in den Boden gestemmten Hufen auf diesem Bild allem Übel trotzt, so bietet im übertragenen Sinne und als Metapher zum Stier meine Freundin den Widrigkeiten des Lebens die Stirn.
Gestaltet in Tiffany-Technik mit Antikglas für den Hintergrund und Opalascenzglas bei den Bild- elementen. Für die Umrandung nahm ich das U-Profil aus der Bleiruten-Technik.
Vor dem neutralen weissen Hintergrund der Rauhfasertapete fotografiert, kommt die Figur markant zur Geltung.
    Frei nach dem Wahlspruch: "Bergen - Loeschen - Retten - Schuetzen" und der Plakette der Freiwilligen Feuerwehr
   (per Fotokopierer für die Ge-       staltung entsprechend vergrös-   sert und in Felder aufgeteilt)
fertigte ich im Jahr seiner Er- nennung zum Ehrenbrandmeister dem Schwiegervater zu Weih- nachten dieses Bild. Nach seinem Tod kam es zu mir zurück und hängt im grossen Wohnzimmer- fenster nun als Mittelpunkt und beständige Erinnerung an einen, der nie zauderte, sein Leben für seine Mitmenschen zu riskieren.
Bei der Bildgestaltung verwendete ich auch hier die Kombination von Tiffany- und Bleiruten-Technik unter Einsatz der unterschied- lichsten Glassorten.
   Zu Beginn stand der Kauf des blauen Glases, dessen Muster - Tiefen erahnend - zur Gestaltung drängte. Doch weg von der ur- sprünglichen Idee des geheimnis- vollen und unergründlichen Gewässers war es dann der Baum, der sich während der Gestaltung des Bildes in den Vordergrund schob, inspiriert durch einige wunderschöne Bilder japanischer Landschaften.
Bei der Bildgestaltung verwendete ich wiederum die bewährte Kombination, d. h. während ich die einzelnen Elemente in Tiffany-Technik zusammenfügte, verwen- dete ich für die Umrandung ein U-Profil aus der Bleiruten-Technik.
Ein Bild für mich gemacht und hängt im Fenster meines Büros.

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