Gänseblümchen


Das Gänseblümchen (Bellis perennis) - Mehrjähriges Gänseblümchen, Maßliebchen, Tausendschön, gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae) und es gehört zu den essbaren Pflanzen. Auf fast jeder Rasenfläche wachsend, zählt es zu den bekanntesten Pflanzenarten Mitteleuropas.

Hier nun das Ergebnis meiner Recherchen und was ich dazu fand:

Verwendung als Heilpflanze
Bekannt ist die blutreinigende Wirkung des Gänseblümchens, welches traditionell als Heilmittel bei Hauterkrankungen und Leberleiden eingesetzt wird.

Das Gänseblümchen ist reich an organischen Säuren, ätherischem Öl, Inulin, Gerb- und Bitterstoff. Die Röhrenblüten enthalten Saponine, ebenfalls ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Schleim. Außerdem wurde in den Blüten, wie bei vielen Asteraceae, das Apigenin-7 Glucosid Cosmosiin nachgewiesen.
Junge Sprossen liefern blutreinigende Säfte. Ältere Pflanzen werden getrocknet und zerkleinert als Tee bei Erkältungs- und Stoffwechselbeschwerden eingesetzt, als Abkochung und Kompressen bei Hautleiden und Blutergüssen. Wegen der vorgenannten Inhaltsstoffe ist es auch entwässernd und als Rheumamittel geeignet. In der Phytotherapie wird eine Tinktur aus der ganzen Pflanze, einschließlich Wurzel verwendet.
Homöopathisch wird bei Prellungen die Potenz D3 (3x5 Kügelchen täglich) gegeben.
In der Volksheilkunde gilt das Gänseblümchen deshalb als blutreinigend, verdauungsfördernd und "gut für die Leber" und ist gerade im Frühjahr für eine Kur empfehlenswert.
Für einen Gänseblümchentee werden 2 Teel. Gänseblümchenblüten und -blätter mit 1/4 l kochendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten Ziehen abgeseiht. Bei Leberstörungen davon täglich 2 Tassen trinken.

Verwendung als Nahrungspflanze
Das Gänseblümchen wird gelegentlich als Futterpflanze genutzt.

Darüber hinaus ist am bekanntesten die Verwendung als Salat.
Aus den Rosetten mit geschlossenen Blütenköpfen wird ein Salat zubereitet, der mit einer Essig-Öl-Marinade - mit und ohne Joghurt - oder Saure-Sahne-Sosse angemacht wird und mindestens 1 Stunde ziehen sollte. Auch kann diese Marinade in der Variante wunderbar sämig abgeändert werden, durch eine vom Vortag übriggebliebene gekochte und nun in der Sosse zerkneteten Kartoffel.
Die Blüten können auch im Salat verwendet werden. Am besten schmecken die jungen Blättchen aus dem Inneren der Rosette. Die Knospen sowie die nur halb geöffneten Blüten schmecken angenehm nussartig, die geöffneten Blüten dagegen leicht bitter, wodurch sie sich vorrangig als Salatbeigabe eignen. Sauer eingelegt werden Knospen manchmal als Kapernersatz verwendet.
Als Gemüse werden Gänseblümchen wie Spinat zubereitet, mit Spinat oder Sauerampfer gemischt und mit Käse überbacken. Passende Gewürze sind Liebstöckel oder gekörnte Brühe. Gänseblümchen schmecken angenehm nussartig.

Für mehr Informationen und Literaturangaben zum Gänseblümchen empfehle ich Wikipedia .

Über eine entsprechende Suche im Internet gibt es noch eine Fülle weiterer schmackhafter und gesunder Rezepte. Es lohnt, sich auf die Suche zu machen.

Literatur:
Das große Hausbuch "Sanfte Medizin", 2001,Urban & Fischer Verlag, München, Jena, Seiten 107, 340, 492, ISBN 3-8264-1076-9
Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen, 1978, 1980, Verlag Das Beste, Stuttgart, ISBN 3 716600261
Joachim Breschke: Freude am eigenen Garten, Gemüse, Feingemüse, Salate, Kräuter, 1989, Verlagsunion Erich Pabel-Arthur Moewig, Rastatt, Printed in France 1989.

 

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