Eines fernen Tages


Prolog


Im Jahr 2008 erreichte mich eine Mail mit folgendem Wortlaut: Die Jagd auf Wölfe wurde eröffnet.

Wer dagegen protestieren will:
http://www.yellowstone-wolf.de/html/protest.html
      Diese Site existiert nicht mehr, doch da gibt es noch weiterführende Links so z. B.:       Die Wölfe von Yellowstone http://www.yellowstone-wolf.de/
Wolf Magazin http://wolfmagazin.de/


Am 01.05.2008, 15:17 antwortete ich darauf
Titel: mich auch aufreg und....
...die Meldung inspirierte mich zu einer kleinen SF-Geschichte, die ich bereits in einem anderen Forum veröffentlichte.
"die Kleine von Siga"
(Science-Fiction-Rollenspiele)
Ich habe nach langer Abwesenheit dort auch mal aufgeräumt
Eines fernen Tages... ...könnte im Perry-Rhodan-Universum vielleicht eine Märchenstunde so stattfinden:


Heute hat die "Kleine von Siga" nach diesem ereignis- und abwechslungsreichen Arbeitstag in der Biosphäre der Reunion Box-1 (dem Teil des Raumschiffs, das schon seit geraumer Zeit losgelöst vom Mutterschiff durch den Weltraum mehr taumelt/driftet als konkrete Ziele ansteuert und das von Anfang an als Friedensschiff konzipiert war) - neben ihrer Arbeit als Gärtnerin in der Biosphäre und der Spurensuche auf mentaler/spiritueller Ebene - mal wieder die "Kleinen Weltraumfahrer" um sich geschart.
Wie über die Bordkommunikation mitgeteilt wurde, hatte die Crew der intergalaktischen Funküberwachung kürzlich wieder mal verstümmelte Signale - wahrscheinlich von der längst verschollenen Erde stammend - aufgefangen und decodiert: .... zum Abschuss wieder freigegeben: Wölfe und Bis...

Die "Kleine von Siga" nahm das jetzt zum Anlass und berichtete den Raumfahrerkindern, die noch nie die Gelegenheit hatten, freilebende Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, was ihr selbst vor vielen Jahren die Ahnin erzählte.
Atemlos, mit aufmerksamen Augen und vor Spannung rotglühenden Wangen, dichtgedrängt auf den wenigen Liegesesseln, die meisten einfach auf dem Boden des Panoramadecks aneinander gekuschelt, verfolgen die Kleinen die Erzählungen ihrer "Märchentante":

"Vor vielen, vielen Jahren auf der Erde - als es noch keine Generationen-Raumschiffe gab - hatten die dort lebenden Menschen die Vorherrschaft über alles Leben zu Lande, zu Wasser und mißbrauchten oft diese Vormachtsstellung. Dazu taten sich einige besonders unrühmlich hervor. So brachte der Mensch durch Manipulationen und Raubbau an den Ressourcen, viele Pflanzen zum Verschwinden. Ja, er rottete ganze Tierarten aus, z. B. den Wolf = Lupus Canis, der gefürchtet, gehasst und verfolgt wurde wegen den Schäden, die er in den Reihen der Haustiere verursachte - und so wurde der Wolf im Rahmen dieser Vormachtsstellung vonseiten eines einflussreichen Regierungschefs kurzerhand von der Artenschutzliste gestrichen - wie wir diesem verstümmelten Funkspruch entnehmen konnten.

Doch in vielen Mythen und Legenden wurde der Wolf andererseits verehrt und bewundert für seine Intelligenz und in grauer Vorzeit glaubten viele Völker, dass der Wolf ihr Urahn wäre, wurde sogar als Gott verehrt. So auch die Daker, Vorfahren aus grauer Urzeit: Dort ist Philipi ein personifizierter Rudel der Wölfe, dessen Anführer, Philipi der Grosse, an Ovidenie (21. November) oder an Skt. Andreas (30. November) gefeiert wird. Während der Trächtigkeitsphase feierten die Tierzüchter noch einen anderen Schutzheiligen, Skt. Peter im Winter (14.Januar). Die Übereinstimmung der Volksfeste mit den wichtigen Momenten des Vermehrungszyklusses der Wölfe ist klar. Wie jeder andere Gott, bestraft dieser dakische Gott, aber er hilft auch den Gläubigen: er sieht die Teufel und zerreißt sie zum Dreikönigfest, er erschreckt und verjagt die Krankheiten der Kinder usw. Die schwerkranken Kinder wurden Lupu (d.h. Wolf) genannt, um die Krankheit zu verjagen.
Das Wappen des damaligen dakischen Staates war ein Wolfskopf mit einem Schlangenkörper und verkörperte den Sieg der Reinen und Mutigen über das Böse.

Weiteres ist in alten Schriften dazu verzeichnet:
Der Wolf - das Tier von Mars, griechische Gottheit, dessen Ursprung im trakischen Kulturraum erwähnt wird.
Der Wolf ist aber auch das Tier von Apollo - Lykios – so genannt wegen seiner Mutter Leto, die der archaischen Legende nach eine Wolfsfrau war. Apollo war auch ursprünglich ein trakischer Gott.
In der Mythologie der alten Ägypter, Griechen und Kelten spielte der Wolf eine herausragende Rolle.
Eine Wölfin säugte Romulus in der Gründungs-Sage Roms, der späteren Hauptstadt Italiens.
Der oberste Gott der Nord-Germanen war Odin - bei den West-Germanen hieß er Wodan. Er war der Gott der Schlachten und der Weißheit. Die Wölfe Geri (der Gierige) und Freki (der Gefräßige) saßen zu seinen Füßen und dokumentierten Macht und Stärke.
Bei Herodot steht über den Nouristamm, der auf dakischem Gebiet lebte: ”Einmal im Jahr verwandelt sich jeder Nouri in einen Wolf, für wenige Tage, danach erhalten sie wieder ihre ursprüngliche Form.” (Herodot-Melpomene, Seite 105).
Auch wird der Wolf bezeichnet als der Begleiter der Menschenseele auf dem verworrenen Weg in den Himmel. Er ist der Bote des Todes zusammen mit anderen wilden Tieren (Bär), Raubvögel (Eule, Uhu) und dem Huhn. Die Botschaft wird durchs Heulen vermittelt.

Später wurde der Wolf unter Schutz gestellt; aber dort wo viele waren und wo sie großen Schaden anrichteten, erlaubten die Regierungen wieder die Jagd, auch wegen der Trophäen (Wolfsfelle und der Schädel).

Wölfe waren und sind uns auch heute noch wichtig: Sie zerreißen nur das schwache und kranke Wild und erinnern uns an vergangene Zeiten.
Wir hier können nur hoffen, dass die Menschen der fernen Erde doch noch erkannten, wie wichtig es ist, die Tierarten und Wälder zu erhalten. Und eines fernen Tages vielleicht, wenn wir die Erde wieder finden/erreichen, haben einige von Euch doch noch die Gelegenheit, den Wolf in seiner ursprünglichen Kraft und Stärke zu bewundern."

Damit beendete "die Kleine von Siga" ihre heutige Märchenstunde und entließ die wilde Meute auf die Skateboard-Korridore und den zu Fußballfeldern umgestalteten fast leeren Lagerräume der Reunion Box-1.

©LaLoba
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~ Ich vertraue auf die Kraft in mir ~


Anhang

(Was dem hier vorausging):
"DieKleinevonSiga"
den Insidern der virtuellen Vor-Ximig-Existenz bekannt unter dem Spitznamen >wölfin<,
Herkunft: Planet SIGA, Alter 195 Jahre, stolze 9,56 cm groß,
beherrscht Teleportion und Telekinesie, Telepathie (Schülerin bei Gucky), Mitglied des Paladin-Teams in der virtuellen Welt Perry Rhodans auf der SOLAREN Vurguzz Reunion
Rückblick:
Vor 7 Jahren trennten sich die drei Teile der Solaren Vurguzz. Die SV Zelle 1 und 2 verschwanden in den weiten des Alls während die Reunion Box-1, das Mittelstück der Solaren Vurguzz, mit den Großteil der Besatzungen beider Teile ein Ziel außerhalb der Milchstraße ansteuert, einer Posbiwerftstation...

Jetzt im Jahr 1306 NGZ startet die Reunion Box-1 wieder zurück in die Milchstraße. Zurück in eine Galaxie, in der weiterhin große Spannungen herrschen. Zurück, um die beiden fehlenden Teile des Generationen-Raumschiffs "Solare Vurguzz" zu finden...

Die Besatzung
Viele der alten Mitglieder haben sich in den sieben Jahren in allen Richtungen der Milchstraße verstreut oder sind mit den beiden SV Zellen verschollen. Doch einige sind immer noch auf der Reunion geblieben und neue Mitglieder sind dazu gekommen..., wo sind sie ???

Die siganesische Mutantin war Mitglied des Mutantenkorps der SV sowie als Mitglied des Paladin-Projektes, zuständig für die siganesische Mikroelektronik und Datenübermittlung.

Stichwort: Edition Terrania
Freigestellt zur Teilnahme an der Expedition der Sol zum Planeten Orllyndie – dort lehrreiche Kontakte zu Pflanzenvater Arystes und den Tharoidonern.
Weitere Stichworte: Segafrendo - Galaktische Krone –
Pur Straviente (die Stadt in der das Lachen geboren wurde) -

"DieKleinevonSiga" betreut das Deck mit der Biosphäre auf der Reunion Box-1, wodurch eine autarke Situation bezüglich Frisch-Versorgung gegenüber anderen Raumschiffen gegeben ist.
"DieKleinevonSiga" ist die „Gärtnerin“ der Reunion Box-1.
"DieKleinevonSiga" ist die Spurensucherin auf mentaler, spiritueller Ebene.
"DieKleinevonSiga"ist die Märchentante der „Kleinen“ Weltraumfahrer.

Das Schiff
Die Reunion Box-1 war von Anfang an als Friedensschiff konzipiert und dementsprechend nie mit einer großen Offensivkraft ausgestattet. Aufgrund der Veränderten Lage wurden jedoch Umbauten vorgenommen. So wurde um die Mitte der RB-1 ein knapp zwanzig Meter dicker und 100 Meter breite „Waffengürtel“ montiert. Dieser besteht aus vier Teilen die die RB-1 umschliessen. Jeder dieser vier Teile ist autark und sie können sich von der RB-1 abkoppeln. Sie besitzen neben einen einfachen Linearantrieb auch einen Transitantrieb. Leider konnte die Vurganitpanzerung der Solaren Vurguzz nicht reproduziert werden, so dass der Gürtel „nur“ auf XXX zurückgreifen konnte. Daneben besitzt die RB-1 jetzt ähnlich wie die xxx-Klasse-Schiffe der Arkoniden die Möglickeit, zwei 200-m-Durchmesser-Kugelraumer sowie zwei 500-m-Durchmesser- Kugelraumer anzudocken. Außerdem können vier Posbi-Raumer an den Seiten gekoppelt werden.
Meine Interessen: Si-Fiction (Asimov, Clark, Heinlein, Perry Rhodan, Wells u.v.a.m.)

©LaLoba
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