Start
Wie es begann
C.P.Estés: Die Wolfsfrau

Aus meiner Feder:
   

Mehr über mich

Rund um die Gesundheit:


Hilfe zur Selbsthilfe
 Adressen, Links
 Ambrosia-Info
 Ayurveda-Info
 Literaturquellen
   
 Rezepte
  Kräuterecke, Rezepte
  Back-u. Koch-Rezepte
  Weihnachtsbäckerei
 
   
Hobby
History

Sitemap

Disclaimer, Impressum

grauschnauze.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

G r a u s c h n a u z e s   
                                gesammelte Werke


Clarissa Pinkola Estés: Die Wolfsfrau -
Die Kraft der weiblichen Urinstinkte,
Heyne Taschenbuch ISBN 3-453-132226-2,
Originalausgabe: Women who run with the wolves

Buchbesprechung im Frauenforum Overath
(Marianne Bruns, Marlene Latzel
und Christel Trompertz)

Die Wolfsfrau
Was ist das??? Klar, zunächst ein Buch!
Dieses Buch ist Herausforderung, Rätsel, Albtraum. Es ist ein Steinbruch, ist Rumpelkammer und Füllhorn, und auch ein Medizinschränkchen voller Heilmittel für wunde Seelen. Die Wolfsfrau!
Wer ist sie, was, wie und woher?


Buch "Die Wolfsfrau"



Auch wir hier haben irgendeine Vorstellung davon, Bilder im Kopf oder ein Gefühl im Bauch, vielleicht auch den Geruch in der Nase, ein Geräusch, Geschmack? Irgendein Begriff drängt sich auf, den man zu Wolfsfrau assoziiert. (evt. nennen oder aufschreiben lassen)
All dies passt wirklich zur Wolfsfrau, die unter anderem auch aus einer Mischung von Assoziationen besteht. Es zeigt gleichsam einen Zipfel von ihr oder eine Fußspur.

Aber lassen wir uns vom Buch verführen: Ganz unüblich schlage ich vor, zum Einstieg und immer wieder, das Register hinten zu benutzen. Ich habe spaßeshalber einmal nachgeschaut, zu welchen Begriffen die meisten Textstellen aufgeführt sind. Hier das A B C der zahlreichsten Hinweise. (S.553)

Dann zum Inhaltsverzeichnis: Es bietet uns den immer wieder notwendigen Überblick, in dieser Ansammlung von 16 ganz unterschiedlich langen und überhaupt nicht einheitlich gegliederten Kapiteln. (ich sehnte mich manchmal nach einem Raster!) Hier breitet sich wirklich "die reiche Fülle der Wilden Frau" vor uns aus. Warum dieser Archetypus der Wilden Frau für uns alle so wichtig ist, drückt C. P. E. so aus: (lesen S.24)

Diesen Archetypus der Wilden Frau mit den Wesenszügen der Urfrau und universellen Mutter hat die Autorin mit der"Wolfsfrau" um einen Aspekt erweitert, ihn mit dem symbolischen Urbild der Wölfin neu ins Visier genommen und anschaulich gemacht. Der Titel der deutschen Ausgabe des Buches verweist auf die zentrale Figur und Geschichte "La Loba" (die Wölfin).
"Die Wolfsfrau ist die Mutter der Leben/Tod/Leben-Natur, eine Sachverständige auf dem Gebiet der Seelenrenovation (lesen S. 48) mit ihrer Unterstützung lernt Frau "Knochensammeln".(lesen S.510)

Man kann sich heillos darin verwirren, sich vorkommen wie in einem Labyrinth, je mehr man meint den roten Faden finden zu müssen. Man kann sich aber auch, egal bei welchem"Knoten" man beginnt, als Teil dieses Netzes begreifen, es nutzen und benützen um für sich einige Erkenntnisse, ein stärkendes, bestärkendes "Aha"-Erlebnis an Land zu ziehen. Mit meiner eben benützten, unstimmigen Metapher vom Fischernetz verweise ich auf eine Tücke dieser Autorin: Sie wechselt von außen nach innen, wandert zwischen den Ebenen oder Schichten, springt hin und her zwischen intrapsychischen Aspekten und realen Außenerscheinungen. Das macht die Lektüre manchmal etwas mühsam, aber ich habe den Verdacht, das sie durch diese"Methode" einen Überraschungscoup landen kann: Unerwartet, unvermittelt nimmt einen etwas gefangen, wir sind gezwungen, in einen Spiegel zu schauen, den wir an der Stelle gar nicht erwartet hätten. Das ist nun die Gelegenheit, anhand des Geschilderten uns selbst auf die Schliche zu kommen.

Hier zeigt sich die Autorin ganz als erfahrene, menschen-und seelenkundige Psychoanalytikerin. Ihr Jonglieren mit Symbolen und Archetypen basiert auf der Lehre von C.G. Jung und sie ist eine wahrhafte Kennerin des Untergründigen. (lesen S.43)

Entscheidender für den Ansatz von C. P. E. ist aber wohl ihre Verwurzelung in der Tradition der
Geschichtenerzähler und die daraus resultierende Fähigkeit, mit Geschichten, Märchen und Mythen zu arbeiten. Als sog. cantadora ist sie eine Hüterin der alten Geschichten, die sie auf- gesogen hat, die sie empfangen durfte oder übertragen bekam vor allem (aber nicht nur) von ihrer weit verzweigten Familie. Als Tochter spanisch / mexicanischer Eltern in den Staaten auf- wachsend, mit Vorfahren und Verwandten aus der östereichisch-ungarischen Donaumonarchie, war sie von Kind an mit mehreren Kulturen konfrontiert und erlebte dies als eine große Berei- cherung. Auch darüber ist in der Wolfsfrau einiges zu lesen .

C. P. E. verwendet Geschichten, um das Leben der Seele zu unterstützen, als Heilerin setzt sie sie ein wie eine Medizin. "Wenn wir uns mit Geschichten befassen, haben wir es mit arche-
typischer Energie zu tun, die wir metaphorisch als eine Art von Elektrizität beschreiben könnten." (S.526) und sie ermuntert dazu, im eigenen Leben nach Geschichten zu schürfen.
(Erinnerungen suchen an frühe und prägende Erzählsituationen)

Schlußzitat: (S.529)

Wenn man so "einsichtig" geworden ist, akzeptiert man dieses ausufernde Werk, das man nicht mit literarischen Maßstäben betrachten darf, in seiner märchenhaften Sprache auch als Dichtung im Sinne von Verdichtung einer Quintessenz. C. P. E. möchte erreichen, dass Frauen zurückfinden zu ihrem Instinktwissen.
Start | C.P.Estés: Die Wolfsfrau |Aus meiner Feder | Hilfe zur Selbsthilfe | Forum | Gästebuch | Archiv 
 

 
 
 
Wie es begann... Wie es begann...