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Aus meiner Feder

Ich habe mal tüchtig im Archiv gebuddelt und das hier "ausgegraben":

Warum ich schreiben lernen will (möchte)

Ich möchte, ich will, kann ich(?) schreiben lernen!
Dafür gibt es, wie ich nachfolgend aufzeige, mehrere Gründe:
Meinen Wunsch diesbezüglich trage ich, soweit ich mich erinnere, im Grunde genommen schon seit vielen Jahren in mir.



Bereit zum Schreiben

 

Doch da waren an erster Stelle die Alltagspflichten, Beruf,
Familie, die Kinder, meine gesundheitlichen Probleme, die mir bislang nicht die nötige Muße ließen, all das zu formulieren, was sich in vielen Jahren an Gedanken, Ideen, Erlebnissen, Erfahrungen ansammeln konnte. Auch habe ich mich vermutlich durch mangelndes Selbstvertrauen bis heute einfach nicht darangewagt, so nach dem Motto: "Das kannst Du nie; da muss so viel Intimes, allzu Persönliches preisgegeben werden. So etwas bringst Du im Leben nicht fertig". Vielleicht wollte ich mich auch nicht der Lächerlichkeit aussetzen. Es bestand oft eine Unsicherheit hinsichtlich exakter Formulierungen und richtigen Sprachgebrauchs. Erst in den letzten Jahren erlebte ich bei Veranstaltungen in der Selbsthilfegruppe, dass ich sehr wohl meistens die treffenden Redewendungen zu finden weiß. Jedoch ist das eine andere Sache mit dem geschriebenen Wort. Da fehlt die unmittelbare Ausstrahlung, die Körpersprache. Man kann auch nichts mehr korrigieren, Wortmißverständnisse erklären. Es steht ein für allemal da. Punktum.

Ich möchte also lernen, dass das was ich niederschreibe, zum einen richtig verstanden wird und zum anderen interessant und lebendig zu lesen ist. Kurzum, auch ankommt.
Ein weiterer Grund ist die Zwangsläufigkeit, mit der sich die Dinge im Leben oft entwickeln. Ich werde ums Schreiben nicht drum herumkommen. Also muss ich es richtig lernen:
Ich erwähnte vorher die Selbsthilfegruppe, die ich leite. Ich führe Beratungen durch für Betroffene und ihre Angehörigen, resultierend aus meinen eigenen Erlebnissen und unterstützt durch Fortbildungsseminare, aufbauend auf dem Studium von Fachliteratur, Meinungsaustausch zwischen Betroffenen und Experten. Das alles will in der richtigen Form schriftlich aufbereitet werden. Mehrmals bin ich in letzter Zeit eindringlich ermuntert worden, meine persönlichen Erlebnisse zu Papier zu bringen. Auch da hatte ich Hemmungen. Da es ja auf diesem Sektor schon so viele Bücher gibt, muss es, wenn es denn schon so geschehen soll, etwas besonderes werden. Ferner schwebt mir vor, auch für mich zu schreiben.
In diesem Fall denke ich weniger an Sachbücher und Beiträge für Fachzeitschriften, als an all die Geschichten, die ich vor Jahren für meine Kinder erdachte und beim Erzählen damit ihre Kümmernisse mildern oder vergessen machen konnte und die ich immer schon irgendwann einmal aufschreiben wollte.
Oder zu schreiben über Vergangenes, Erlittenes, Durchlebtes als Aufarbeitungsprozeß um meiner selbstwillen.

Ich habe jetzt die Zeit. Ich suche nach einer sinnvollen Beschäftigung hier von zu Hause aus; einem neuen Inhalt meines Lebens. Leider wurde ich mit 48 Jahren, durch jahrelange Erkrankung bedingt, berentet. Jedoch habe ich nie die Hoffnung aufgegeben, dass es auch gesundheitlich wieder bessere Zeiten geben wird. Nur - der Zug "Arbeit und Beruf" ist mittlerweile abgefahren; begreiflich in der heutigen Arbeitsmarktsituation. Für eine Umschulung bin ich "zu alt". Ich sehe mich mit meinen erst 52 Jahren aber noch imstande, etwas Neues zu beginnen. Auch darüber, was ich diesbezüglich erlebte, verarbeiten mußte, ließe sich -sozialkritisch- schreiben.
Schreiben sozusagen als Therapie: Eine Möglichkeit, meine Schmerzen durch die Erkrankung, vergebliche Therapien, den Frust über mein Schicksal, Ignoranz und Unverständnis seitens der Mitmenschen, die Enttäuschung über angebliche Freunde, die seelische Ohnmacht, die lähmende Hoffnungslosigkeit, die zumeist mit einer chronischen Erkrankung einhergehen, aufzuarbeiten und damit hinter mir zu lassen. Aber auch von heilsamen, wunderbaren Begebenheiten zu berichten, der aufkeimenden Hoffnung. Oder wie ich mich quasi selbst beobachtend, staunend meine Persönlichkeitsentwicklung wahrnahm und dankbar akzeptierte.
Schreiben zur Dokumentation: Damit die Erfahrungen, welche ich zwangsläufig machen mußte, die helfenden Strategien, die ich mit Unterstützung bewundernswerter Menschen entwickelte, nicht verlorengehen und anderen Schicksalsgenossen Wege für ihre persönliche Alltagsbewältigung aufzeigen können.

Genug der Gründe. Welcher davon die stärkste Motivation ist, muss ich hier offenlassen. Desgleichen kann ich momentan überhaupt noch nicht übersehen, was mir mehr zusagt, wo ich meiner Eignung entsprechend den Schwerpunkt setzen soll. Um das herauszufinden, lasse ich mich jetzt ein auf das Abenteuer meines Lebens: "Schreiben zu lernen".
Christel Trompertz, Overath, den 16.02.1993

Nachsatz: In den letzten Jahren wurde mir dann mit und mit diese Schwerpunkt-Entscheidung abgenommen mit der Gestaltung meiner HomePage - die sich schon quasi mehr oder weniger beiläufig entwickelte -, nach nur zwei Jahren Existenz eine Erweiterung einforderte und wohl über kurz oder lang aus Platzgründen erneut umziehen muss, dann aber richtig - mal sehen, was da noch auf mich zukommt - aber sie ist für mich mittlerweile "mein Buch - online" - La Loba's Wolfshöhle - .
Christel Trompertz –> La Loba, Overath, den 8.11.2004

Weiterer Nachsatz:
Auf den Tag genau ein Jahr später war es dann soweit. Nach verschiedensten Recherchen und Vergleichen der gängigsten Provider schloss ich bei der Agentur Regenbogenbrücke den Vertrag. Über itsy.de wird die neue HomePage gehostet. "Mein Buch - online" hat jetzt den Titel:

~ Grauschnauzes gesammelte Werke ~
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