Meine Gedanken aus dem Jahre 2001, so aktuell wie eh und je:

Asthma - nicht alles psychisch

Geschrieben von LaLoba am 02. November 2001 00:40:37 im ehemaligen Parsimony-Forum:
?Asthma - nicht alles psychisch
„Rettet die Luft - sonst bleibt sie uns weg“

zu den Beiträgen

Geschrieben von ... am 30. Oktober 2001 13:59:20: wie wird asthma im schamanisch/energetischem sinne interpretiert?

Geschrieben von ... am 31. Oktober 2001 08:38:52: Als Antwort auf: aus aktuellem anlass eine frage... geschrieben von ,,, am 30. Oktober 2001 13:59:20:

Geschrieben von ... am 30. Oktober 2001 17:38:23: Als Antwort auf: aus aktuellem anlass eine frage... geschrieben von ... am 30. Oktober 2001 13:59:20:

Geschrieben von ... am 30. Oktober 2001 14:16:20: Als Antwort auf: aus aktuellem anlass eine frage... geschrieben von ... am 30. Oktober 2001 13:59:20:

Aus eigener Betroffenheit und durch die Arbeit in der Selbsthilfegruppe ist mir diese Thematik sehr vertraut. Trotzdem habe ich lange gezögert, auf die vorzitierten Thread‘s zu reagieren, da dieses Thema immer noch in der Lage ist, alte Seelen-Wunden aufzureißen und schmerzhafte Erinnerungen wachruft an Begebenheiten, die ich auch nicht vergessen will um des Lernprozesses willen, der damit zusammenhängt. Ich lernte: nicht vergessen ./. aber vergeben. Und ich lernte, was es heißt:
Vergeben, damit meine Seele wieder Frieden findet.

Wenn ich mich nun doch melde, ist es, weil ich ja genügend zum Thema beitragen kann und eine weitere Sicht­weise aufzeigen will, die bisher noch nicht zur Sprache kam, mit dem Appell: Es läßt sich beim Asthma nicht alles mit der Psyche erklären.
Dazu gibt es inzwischen viel zu viele weltweite medizinisch-wissenschaftliche und epidemiologische Untersu­chungen, die auch in die Politik Eingang gefunden haben, siehe Welt-Klima-Konferenz oder auch der in den letzten Monaten propagierte Kampf dem "dreckigen Dutzend". Die "Pop-Konvention" sieht das Verbot der zwölf als besonders gefährlich erkannten Umweltgifte vor, darunter acht Pflanzenschutzmittel wie Chlordan oder Mirex, zwei Industriechemikalien (Hexachlorbenzol und polychlorierte Biphenyle) und zwei Nebenprodukte (Dioxine und Furane -Müllverbrennungsanlagen, Holzschutzmittel-). Meines Erachtens längst überfällig, da es sich um Stoffe mit schwersten Auswirkungen auf Umwelt und Mensch handelt. Sie lösen Krebs aus, beeinflussen die Fortpflanzungsfähigkeit und führen zu irreversiblen Defekten im Immunsystem. Besonders gefährdet sind Föten und Kinder.
Unabhängig von der Krebsgefährdung sind Belastungen für Asthmatiker u.a. abhängig von der Qualität der Atemluft.
Ich will hier gar nicht auf die Schädigung und Veränderungen an den Schleimhäuten und Bronchien eingehen, dieses sei den medizinischen Sachverständigen vorbehalten. Es sei so viel hier noch mal erwähnt, die o. g. Schadstoffe haben auf dem Umweg über die Hypophyse eine hormonähnliche Wirkung (manche), sind z.T. vasoaktiv, d.h. sie wirken bei Kontakt direkt auf die Bronchialmuskulatur, die sich verkrampft, damit kommt es zum Spasmus, es kann nicht alle verbrauchte Luft ausgeatmet werden, wo nichts raus kommt, kann auch nichts neues rein, daher kommt es zum Asthmaanfall.

>Die Anlage für Asthma kann bereits im Mutterleib entstehen<
- ja, die Anlage zur Atopie, d.h. die Empfindlichkeit des Immunsystems wird vererbt, unter ungünstigen Lebensbedingungen an Asthma zu erkranken.
Sind beide Elternteile selbst Atopiker, steigt für das Kind die Wahrscheinlichkeit selber auch zu erkranken.
>Ab und zu verlagern sich auch Allergien wie Neurodermitis nach innen und es kann zu Asthma kommen<
- ja, passiert oft, oder ein nicht behandelter Heuschnupfen verursacht einen sogenannten Etagenwechsel und ein Asthma manifestiert sich.
Soweit dies aus schulmedizinischer Sicht.

Die in den zu Anfang zitierten Thread‘s erwähnten „psychogenen Ursprünge, „erdrückender" Partner, Eltern, Energiekonflikte, verschiedene Arten von Traumatisierungen“ gibt es sicherlich auch als Hintergrund zu einer Asthma-Erkrankung, doch sehe ich eine besondere Art der Traumatisierung -des Immunsystems- in der ungeheuren Zunahme der chemischen Belastung unserer Umwelt.

Es gibt eine Studie von Prof.Dr.med.H.-W.Schlipköter, damals Direktor Med.Inst.für Umwelthygiene Uni Düsseldorf, über den Einfluß von Luftschadstoffen auf die Krankheitsbilder Pseudokrupp und obstruktive Bronchitis Sept.1984-Aug.1986 in Odenthal/Schildgen (NRW-Bergisches Land), damals auch stark betroffen vom zunehmenden Autoverkehr.
Auch sei erwähnt die Studie von Prof. Meister, Bad Lippspringe aus den 80er Jahren über das Nord-Süd-Gefälle beim Waldsterben in Deutschland, zur regionalen Häufigkeit bronchialer Symptome in Bezug zum Auftreten von Waldschäden durch Zunahme des Autoverkehrs in der BRD. Aussage:
Erst stirbt der Wald, dann der Mensch.

Den Untertitel meines Schriftsatzes habe ich der Broschüre „Rettet die Luft - sonst bleibt sie uns weg“ entnommen. Diese Broschüre stammt nicht etwa von Umweltverbänden, sondern vom Umweltbundesamt, einer Behörde der Bundesregierung. Also ist es der Bundesregierung seit langem bekannt, dass durch Luftschadstoffe nicht nur der Wald stirbt, Schäden an Bau- und Kunstwerken vermehrt zu verzeichnen sind, sondern auch Kinder und Asthmatiker sowie insbesondere asthmakranke Kinder gesundheitlich gefährdet sind.
Außerdem möchte ich eindringlich und ausführlich aufzeigen, dass auch auf die Belange der noch nicht kranken Bevölkerung Rücksicht genommen werden muß, dass sind nämlich die Kranken von morgen, sollte sich hier nichts ändern. Ganz besonders gilt dieses für die Kinder, mit ihrem noch nicht voll ausgebildeten Immunsystem. Das sind die Bürger von morgen.
Es läuft faktisch eine breit angelegte Langzeitstudie: Wie lange hält ein Individuum welche Belastung aus?. Wenn die Individuen krank werden, ist zwar der Nachweis erbracht, aber Menschen sind für solche Experimente eben nicht geeignet. Und wer will schon gerne Versuchskaninchen sein?
Unser Staat hat sicher das Wohl seiner Bürger im Auge. Jede zivilisierte Nation ist an ihrer Sorge für die Bürger zu erkennen, und diese Sorge erfordert den Zugang zu Informationen über den Gesundheits- und Krankheitszustand im Anschluss an gesundheitsgefährdende Einwirkungen.
Grundgesetz Artikel 2, Abs.2: „Jeder hat ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“.
Noch deutlicher wird das Bundesimmissionsschutzgesetz (BimSchG): „Zweck dieses Gesetzes ist es, Menschen, sowie Tiere, Pflanzen und andere Sachen vor schädlichen Umwelteinwirkungen.... zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen.“

Zur Kritik zu den „Grenzwerten“ zitiere ich aus einem Vortrag von Dr. Wilfried Buddensiek, gehalten vor dem Kinderschutzbund und der Arbeitsgemeinschaft allergiekrankes Kind e.V.: „Abgase, die die Gesundheit beeinträchtigen oder gar gefährden, oder die den Wald und die Bauwerke schädigen, dürften also eigentlich gar nicht vorkommen! Wenn man nun der Frage nachgeht, weshalb das, was nach den Gesetzen gar nicht sein dürfte, trotzdem ist, stößt man auf einen ungeheuerlichen Widerspruch im politischen Handeln.
Der Gesetzgeber hat im BimSchG nicht definiert, ab wann eine „schädliche Umwelteinwirkung“ vorliegt, sondern es der Bundesregierung und dem Bundesrat überlassen, in Abstimmung mit der Wirtschaft in der sog. TA-Luft Schadstoff-Grenzwerte festzulegen. Grenzwerte werden nicht von Toxikologen, Medizinern oder Biologen festgelegt. Ausschlaggebend für einen Grenzwert sind juristische, ökonomische, technische und politische Aspekte. Bei der Grenzwertfestlegung werden gesundheitliche Risiken weniger mit medizinischem Sachverstand, sondern eher mit einer ökonomisch orientierten Interessens- und Machtpolitik angegangen. .....”
Grenzwerte markieren nicht die Grenze dessen, was gesundheitlich noch verträglich ist, sondern das, was die Verantwortlichen uns aus ökonomischer Interessenperspektive noch zumuten wollen. Mit den Grenzwerten verschaffen die politisch Verantwortlichen sich selbst ein Alibi für ihr zögerliches und zaghaftes Handeln im Umweltschutz. ........”
Die Grenzwerte schützen lediglich den gesunden Normalbürger und nehmen auf die sog. Risikogruppe wie Kinder, ältere Menschen, Bronchitiker, Asthmatiker keine Rücksicht. Das grundgesetzlich garantierte Recht auf körperliche Unversehrtheit können nur die Gesunden genießen.“

Niemand hier sollte so tun, als sähe man nichts oder als ginge einen die Luftverschmutzung nichts an. Gewiss kann man Asthmatiker vollstopfen mit schleimlösenden, entkrampfenden, bronchialerweiternden, schleimhautabschwellenden, hustenlindernden, antibakteriellen und anderen Medikamenten. Man kann sie mehrmals täglich inhalieren lassen, Atemgymnastik und Entspannungstraining betreiben, sie sogar einer Hypnosebehandlung unterziehen.
Man kann sich vielleicht sogar damit abfinden, dass manche der asthmakranken Kinder schon zu mehr als 50% in ihrer Erwerbsfähigkeit gemindert sind, lange bevor sie ins Berufsleben kommen. - Aber kann man das alles wirklich noch widerspruchslos tun, wenn die Zusammenhänge von Luftverschmutzung und Atemwegserkran­kungen offenbar sind, wenn bekannt ist, dass allein die materiellen Folgeschäden der Luftverschmutzung in Deutschland jährlich etliche Milliarden Mark betragen und teurer werden als die Kosten für die Reinhaltung der Luft?
Es stellt sich die Frage nach der Mitschuld an der schleichenden Vergiftung unserer Kinder, wenn wir schweigen und tatenlos zusehen. Wie wollen wir uns vor unseren Enkeln rechtfertigen, wenn sie schweratmend vor uns stehen und uns fragen, warum wir nichts oder zu wenig getan haben, obwohl die Entwicklung absehbar war?
Es ist an der Zeit, die verantwortlichen Stellen in die Pflicht zu nehmen, damit Kinder, alte und kranke Menschen geschützt werden und Gesunde gesund bleiben und (bei dem jetzigen Gesundheits-System) nicht Halb-Deutschland in der Psychiatrie landet.
Von dieser Psychiatrisierung ausgenommen sind natürlich unser Deutscher Wald und die Baudenkmäler die immer Substanz verlieren.

Informationsadressen:
Arbeitskreis Verkehr und Umwelt, seit 1978 Kontakt- und Koordinationsstelle für Verkehrs-Bürgerinitiativen, Vernetzungsstelle, Hilfe zur Selbsthilfe UMKEHR e.V., Exerzierstr.20, D-13357 Berlin

Kidspower
Europäisches Netzwerk für Ökologische Kinderrechte setzen sich u.a. ein für kindgerechte , umweltfreundliche Mobilität für Kinder und eine Begrenzung der Schädigung von Kindern durch den motorisierten Individualverkehr, bestmögliche Gesundheit für Kinder, beispielsweise durch Festlegung kindgerechter Grenzwerte für Schadstoffemissionen.
Kidspower, Haus Humboldtstein, D-53424 Remagen, Tel. 02228-9415-0, Fax -22 oder Rue du Marteau 19, B-1000 Brüssel
------------------------------------------------

Meine eigene Asthma-Story hat mich im Nachhinein gesehen 12 Jahre meines Lebens gekostet.
12 Jahre nichtexistenter Lebensqualität im herkömmlichen Sinne - doch habe ich in diesen 12 Jahren vieles andere gelernt. Wissen erworben, das mir ohne diese Erkrankung so nicht zugänglich gewesen wäre.
Ich hatte Asthma - Medikamenten- und Schadstoffinduziert! Ich kenne auch die psychogene Interpretation, die in meinem Falle durch entsprechende Untersuchungen nicht haltbar war, obwohl es anfangs genug Versuche gab, mich auf dieser Schiene einzuordnen.
Ich wäre fast daran zerbrochen.
Dann erhielt ich Kontakt zu Menschen, die mir halfen, die für mich eintraten, mit Rat, mit Therapie. In einem von vielen Gutachten vor Gericht bestätigte ein Arzt, dass es sich im vorliegenden Falle um eine “iatrogene Erkrankung” handelt, d. h. auf deutsch: „Durch ärztliche Behandlung entstanden“!
Es war ein mühevoller Weg, da wieder herauszukommen. Aber, so wie der Körper das Reaktionsmuster „Asthma“ erlernt, besteht auch die Chance, es zu verlieren, zu verlernen. Ich begann mit Ausdauer-Training, mit Schwimmen und dosiertem Lauftraining - bis zur Belastungsgrenze - unter zunehmender Leistungssteigerung. Ich lernte im Wasser unterzutauchen, mich mehr unter, als auf dem Wasser zu bewegen (da unten gab‘s überhaupt keine Luft, ich lernte also, meine Luft einzuteilen).
Geblieben ist eine besondere Empfindlichkeit der Bronchien, mit der ich gelernt habe umzugehen.
Bestimmte Chemikalien, Injektionen, Medikamente sind kontraindiziert - meinen letzten Asthmaanfall hatte ich vor 10 Jahren - 1991 - (berechnet zu der Zeit also, als ich diese Zeilen schrieb).

Antworten:

Re: Asthma - nicht alles psychisch ... 05.11.2001 16:32 (4)
Asthma - nicht alles psychisch - die Zweite! LaLoba 06.11.2001 20:14 (3)
Re: Asthma - nicht alles psychisch - die Zweite! ... 07.11.2001 10:32 (0)
Re: Asthma - nicht alles psychisch - die Zweite! ... 07.11.2001 10:04 (1)
Danke laloba- das Vernünftigste, das ich hier zu dem Thema lesen durfte.;-) !!nt ... 03.11.2001 21:32 (1)
Re: vielen dank auch dir LaLoba für deinen ausführlichen beitrag! n/t ... 02.11.2001 10:55 (0)
Re: &65279;Asthma - nicht alles psychisch ... 02.11.2001 09:57 (0)
Re: Asthma - nicht alles psychisch Geschrieben von ... am 05. November 2001 16:32:26:
Als Antwort auf: &65279;Asthma - nicht alles psychisch geschrieben von LaLoba am 02. November 2001 00:40:37:
Ich grüße Dich Wölfin! Danke für Deinen Text und Deine Anregungen, die ich voll unterstütze um sich einmal wieder bewußt machen was uns krank macht, was uns belastet und wie überlebenswichtig Luft für uns ist.
Daraus ergeben sich für mich 2 weitere Gedanken, die in die vorhergehenden Antworten hineingreifen.
>?Asthma - nicht alles psychisch
die Psyche ist ein Teil des Ganzen und leider genau der, der uns zu Gesundheit oder Krankheit verhilft, der die Disposition zum krank oder gesund sein auslöst.
Wenn wir an alle Teile des Ganzen denken und Deine und alle anderen Gedanken aufgreifen, dann erst können wir Zusammenhänge heilen.
>Es ist an der Zeit, die verantwortlichen Stellen in die Pflicht zu nehmen, damit Kinder, alte und kranke Menschen geschützt werden und Gesunde gesund bleiben und (bei dem jetzigen Gesundheits-System) nicht Halb-Deutschland in der Psychiatrie landet.
Alles was Du schreibst sind Puzzleteile des Ganzen. Wenn ich alleine sehe, wie im Laufe der letzten Jahre viele Grenzwert in Deutschland angehoben wurden, um sie einer EU-Linie anzupassen. In anderen Ländern waren die Grenzwerte deutlich höher und so war es für die Industrie nur fröhlich, dass wir uns auf höhere EU-Richtwerte geeinigt haben. Das kann noch schlimmer werden, wenn die Länder in die EU aufgenommen werden, die noch höhere Grenzwerte als die jetzt schon bestehenden haben. Man sagt "ihre Industrie wäre noch nicht in der Lage, diese Werte einzuhalten" Anstatt dass darin investiert wird, diese so auszubauen, dass Emissionen nur sehr gerint stattfinden, werden eben mal wieder die Grenzwerte erhöht. Die Lobby Geld und Macht, angetrieben von der ständigen Drohung "sonst gehen Arbeitsplätze verloren" wirkt nach wie vor.
Ich hoffe, dass es machbar ist, dass uns die Luft nicht ausgeht.
Dir Bewunderung für Deinen Weg und herzliche Grüße
...

Asthma - nicht alles psychisch - die Zweite!
Geschrieben von LaLoba am 06. November 2001 20:14:10:
Als Antwort auf: Re: Asthma - nicht alles psychisch geschrieben von ... am 05. November 2001 16:32:26:
Liebe(r)? ...,
sieh meinen Asthma-Beitrag als eine rationale, emotionale Aufarbeitung. Teilweise entnahm ich diese Texte (weil sie so gut passten) in unveränderter Form aus meinem Exposé zur Behindertenbeirats­sitzung unserer Stadt vom 1. März 2000; kurz zuvor hatte sich auch eine Bürgerinitiative gebildet.
Es war durch Indiskretion in der Kreisverwaltung herausgekommen, daß der TÜV schon ein halbes Jahr zuvor im Ortskern unserer Stadt um 25 % erhöhte Werte an Ruß gemessen hatte und damit das Risiko der dortigen Einwohner zwei- bis dreimal höher lag als für die City-Bewohner in Berlin oder Köln, an Krebs zu erkranken. Es kam aufgrund meiner Eingabe zu folgendem Beschlußvorschlag:
I. Die Verwaltung wird gebeten,
1.) Die aufgezeigte gesundheitliche Problematik in den zuständigen Ämtern (einschl..Kreisgesundheitssamt ) unter der Fragestellung nach Lösungsmöglichkeiten zu erörtern.
2.) Eine Umfrage und Erhebung bei der Ärzteschaft über den Stand der Atemwegserkrankungen in Overath, insbesondere bei Kindern unter 10 Jahren, zu veranlassen (Beispiel: Odenthal/Schildgen)
3.) Die vorliegenden Informationen zur Untermauerung bei der Forderung zur schnellstmöglichen Auslagerung des Schwerlastverkehrs aus dem Ortskern mitzubenutzen.
4) den Behindertenbeirat über die getroffenen Maßnahmen zu informieren.
II. Rat und Umweltausschuß werden gebeten,
die aufgezeigten Argumente mit in die weiteren Beratungen zur Auslagerung des Schwerlastverkehrs aus dem Ortskern einzubeziehen und dabei mit dem Behindertenbeirat zusammen zu arbeiten.
Inzwischen ist Overath mit Sonder-Priorität in den Förderplan des Landes NRW aufgenommen worden, damit es bald zu einer Umgehungsstraße (Tunnel) kommt - wenn das nötige Geld da ist *malwieder*. Die Überprüfung einer Auslagerungsmöglichkeit des Schwerlastverkehrs durch den Ortskern von Overath wurde vom Regierungspräsidenten Köln zugesagt.
Wölfin könnte also zufrieden ihre Schnauze auf die Pfoten legen und in die Sonne blinzeln ?
Von wegen! Jetzt 1 3/4 Jahr später tut sich immer noch nichts, warten die betroffenen Menschen immer noch auf die Verbesserung ihrer Lebensqualität. Wir wohnen jetzt seit 31 Jahren hier, damals hieß es schon, daß ein Tunnel kommt (war wegen unserem Bauantrag mit extra Bodenuntersuchungen verbunden). Die Verwaltung hat seit damals geschlafen und schläft weiter. Meine Töchter sind mittlerweile selbst Mütter und haben sich ihre Wohnung in gesünderen Gefilden gesucht. Wir haben auf unserem Berg bessere Luft. Hier geht es. Mir tun die Kleinen unten im Ort leid, die an der Hand ihrer Mutter oder im Kinderwagen sitzend an der Verkehrsampel auf Grün warten und den ganzen Qualm direkt vor der Nase haben, in Höhe der Erwachsenennasen ist der Dreck schon nicht mehr so konzentriert - über diese Realität wird selten und nur von wenigen nachgedacht und da hat eine Asthmaerkrankung nichts mit psychischer Belastung zu tun.
Zur eigentlichen Frage von ... 30.10.2001 13:59 werde ich gesondert einen Beitrag schreiben, ist in Arbeit.
>wölfin<

Re: Asthma - nicht alles psychisch - die Zweite!
Geschrieben von ... am 07. November 2001 10:04:05: Als Antwort auf: Asthma - nicht alles psychisch - die Zweite! geschrieben von LaLoba am 06. November 2001 20:14:10:
Hallo Wolfsschwester ;-) ... ist weiblich und geht mit den Wölfen
In dem Maße wie unser körperliches Immunsystem zusammenbricht, bricht auch der Widerstand, sich gegen herrschende Verhältnisse zu erheben. Damit bricht aber auch die Psyche des Menschen und den daraus resultierenden Krankheiten. So spannt sich mein Bogen der Interpretation. Heilung heißt, auf allen Ebenen gesunden, langsam, Schritt für Schritt, so wie Du es vollzogen hast und viele andere ebenfalls. Ich hoffe, dass dies weitergetragen wird.
herzliche Grüße
...

Re: Asthma - nicht alles psychisch - die Zweite!
Geschrieben von ... am 07. November 2001 10:32:32:
Als Antwort auf: Asthma - nicht alles psychisch - die Zweite! geschrieben von LaLoba am 06. November 2001 20:14:10:
Liebe Wölfin (oden -innen),leider sind unsere Mediziner da wirklich oft etwas betriebsblind. Entweder wird NUR die psychische oder NUR die physische Ursache gesehen. Wir sind aber ganzheitliche Wesen, so dass eine Lösung in der Balance zu finden ist.
Zum Glück kann aber sowohl der psychologische Ansatz als auch der physikalische Ansatz als Trigger - als Auslöser - für einen Prozess der Balance dienen.
Vielen Dank für Deine ausführlichen Berichte, sie sind eine Bereicherung und gehören eigentlich alle ins WiKi.

Re: &65279;Asthma - nicht alles psychisch
Geschrieben von ... am 02. November 2001 09:57:13:
Als Antwort auf: &65279;Asthma - nicht alles psychisch geschrieben von LaLoba am 02. November 2001 00:40:37:
Liebe Wölfin, klar ist auch die Umweltbelastung auslösend für Asthma.Gerade wenn das Immunsystem etwas abgeschwächt ist, wenn wir aus dem Gleichgewicht sind,können uns diese Verschmutzungen der Natur und Luft, aber auch der Elektrosmog eher Einzug in unser Energiesystem finden und es angreifen.
Eine kleine Krise, ein Kummer, was auch immer kann uns binnen Minuten aus dem Gleichgewicht bringen und schon können wir empfänglicher für Allergien aller Art werden. ... ordnet Asthma den Allergien zu, dass tun die nativen Schamanen Südamerikas übrigens auch inzwischen.
Meine Beobachtungen zeigen auch, dass gerade sensitive Menschen, die hellspürig auf allen Ebenen sind, eher dazu neigen sich Allergien etc. aufzusammeln. Hier ist dann Abgrenzung und Schutz das Thema.
Wenn wir ständig einer hochkonzentriert verseuchten Luft, Erde und Wasser ausgesetzt sind, kommen wir dann mal an einen Punkt, wo es schwer fällt sich gegen diese Einwirkungen der Chemie zu schützen.
Ich habe es für mich so gelöst, dass ich in den Bergen, zwischen Wäldern und Wiesen in einem kleinen Kuhdorf wohne, wo es nachher nur mehr das absolute GebirgeNicht´s gibt. Diese Luft täglich einatmen zu dürfen, frühmorgens aufstehn und die Energie der 100erten von Berggipfeln aufzunehmen, dann die Ruhe und Stille in der Nacht... haben dazu beigetragen dass meine Kinder relativ frei von Gestank, Lärm und Dreck aufwachsen konnten.
>>Die Anlage für Asthma kann bereits im Mutterleib entstehen<
>- ja, die Anlage zur Atopie, d.h. die Empfindlichkeit des Immunsystems wird vererbt, unter ungünstigen Lebensbedingungen an Asthma zu erkranken. Sind beide Elternteile selbst Atopiker, steigt für das Kind die Wahrscheinlichkeit selber auch zu erkranken. Die Empfindlichkeit des Immunsystems ist auch ein energetisches Muster welches als FamilienErbe weitergegeben wird.
Aber auch wenn die Eltern des Ungeborenen Kindes ihre seelischen Konflikte schon bereits auf die Seele im Mutterleib projezieren, kann das Kind all die auslösenden Symptome auf der seelischen-geistigen Ebene erfahren.
Danke für Deinen spannenden Thread und die Schilderung Deiner persönlichen Erfahrungen. :-))))
Liebe Grüsse
...
PS: Natürlich sollten Asthmatiker nicht grad den ChemieTabak rauchen !! *fg *zwinkermaldenBetroffenenzu*

Re: vielen dank auch dir LaLoba für deinen ausführlichen beitrag! n/t
Geschrieben von ... am 02. November 2001 10:55:48:
Als Antwort auf: &65279;Asthma - nicht alles psychisch geschrieben von LaLoba am 02. November 2001 00:40:37:

Danke laloba- das Vernünftigste, das ich hier zu dem Thema lesen durfte.;-) !!nt
Geschrieben von ... am 03. November 2001 21:32:35:
Als Antwort auf: &65279;Asthma - nicht alles psychisch geschrieben von LaLoba am 02. November 2001

Diese vorstehenden Texte gepostet vor 14 Jahren in einem inzwischen eingestellten Forum habe ich jetzt bei Aufräumarbeiten auf meinem PC wiedergefunden. Die Aktualität des Sachverhaltes ist nach wie vor gegeben und lässt sich sehr gut an den Meldungen und Diskussionen um Klima- und Umweltschutz bzw. auch Umwelt-verschmutzung festmachen.
Über meine damaligen Schilderungen hinaus hat die mittlerweile steigende Umweltproblematik erheblich an Brisanz zugenommen.
Ferner lässt sich beobachten, dass auch hinsichtlich umweltmedizinischer Relevanz und auf dem Gebiet der medizinischen Begutachtung im Gesundheitswesen seit dem nicht viel in Bewegung gekommen ist. Entsprechend Betroffene haben es auch heutzutage immer noch mit den gleichen verkrusteten Strukturen zu tun.
Aus diesem Grunde ist es legitim, diese Gedanken und Überlegungen von damals hier aufzufrischen und zu aktualisieren.
La Loba, Overath 2.12.2015

~ ~ ~

Start |  Aus meiner Feder | Hilfe zur Selbsthilfe |forum  |  Gästebuch |nach oben